Tucson und Texas Style fürs Critérium des Jeunes bestens gerüstet
(nn) Vincennes, Samstag, 6. Februar 2010. Mit den Prix Paul Viel (für die Hengste) und Roquépine (für die Demoiselles) standen zwei Halbklassiker für den jüngsten startberechtigten Jahrgang, die „Generation T“, auf dem Nachmittagsprogramm - letzte Möglichkeit, vorm Critérium des Jeunes, das am 28. Februar für 160.000 Euro geschlechterübergreifend den Primus des Jahrgangs 2007 sucht, noch einmal grundsätzlich die Form zu überprüfen - und die stand bei den Gemeinten wie die berühmte Eins.
Bei den Herren gab es im Prix Paul Viel das dritte Duell zwischen Tucson und Torino d’Auvillier, in das sich auch noch der Vibelzeer Tchao Love einmischte. Der diesmal Jean-Michel Bazire anvertraute ungeschlagene Dreifach-Sieger aus dem kleinen, feinen Lot des Age Posthumus legte ungeachtet der Tatsache, dass er erstmals auf höchstem Niveau antrat, ein mörderische Tempo vor und war letztlich hauptverantwortlich, dass Quick Woods Rennrekord von 1:14,0 aus dem Jahre 2007 nach dieser Parforcejagd der Vergangenheit angehört. Ganz vermochte der Love-You-Sohn seinen Husarenritt jedoch nicht durchzustehen, denn als an der letzen Ecke der unerbittlich an seiner Seite aufziehende Tucson noch einen Schlag mehr forderte, hob Tchao Love die Füße im Galopp und war damit natürlich um jedweden Lohn seiner enormen Arbeit gebracht. Jos Verbeeck hatte diesmal mit dem prächtigen Allaire-Schützling ganz klar das beste Ende für sich, auch weil Torino d’Auvillier sich im Schlussbogen in vierter Spur am kurz darauf angaloppierenden Timoko vorbeiquälen musste und ob dieser weiten Umwege das Blatt nicht mehr wenden konnte. Bei Tucson hat sich Philippe Allaire offensichtlich einiges einfallen lassen, denn präsentierte sich der Braune beim Auftritt zuvor noch als echtes Pulverfass und brachte vorm Start Verbeeck mächtig ins Schwitzen, so gebärdete er sich heute lammfromm und bestens beherrschbar.
Prix Paul Viel (Gruppe II nat., dreij. Hengste)
2175 Meter Bänderstart o.Z., 110.000 Euro
1.         Tucson             13,5            Joseph Verbeeck            21
            3j.br. Hengst von Coktail Jet a.d. Iolanthe von Buvetier d’Aunou
            Be: François Cotreuil; Zü: H.L. Levesque; Tr: Philippe Allaire
2.         Torino d’Auvillier            13,9            William Bigeon 31
3.         Tiesolo d’Occagnes            15,1            Michel Lenoir             600
4.         Tonio de Fanny            15,3            Pierre-Yves Verva            310
5.         Tonkin de Bellouet            15,4            Franck Nivard 260
            Tischendorf Padd            dis.r.            Pierre Vercruysse            890
            Timoko            dis.r.            Richard Westerink            510
            Tchao Love    dis.r.            Jean-Michel Bazire            43
            Top Barbés dis.r.            Christian Bigeon            280
Sieg: 21; Richter: überlegen 4 - 14 - 2 - 1 Länge; 9 liefen
Wert: 55.000 - 27.500 - 14.300 - 6.600 - 3.300 (- 2.200 - 1.100) Euro
 
Zwei Stunden nach den Garçons waren im Prix Roquépine die „jeune filles“ an der Reihe, und auch hier bestätigten sich in der dritten Gruppe-Prüfung die zuvor gesehenen Ergebnisse. Klar die Nummer „1“ der weiblichen Generation T ist Texas Style, die den sicheren Sieg im Prix Une de Mai regelrecht im Galopp an Tolérance verschenkt hatte, danach die Rangliste knapp, aber sicher wieder geraderückte und heute trotz des anspruchsvolleren Verlaufs erneut sicher voraus war. Tolérance hatte sich früh gegen Terre d’Any für die Spitze durchgesetzt, bergauf dampfte Louis Baudron mit Texas Style über Spur zwei heran und konnte mit seinem Eigengewächs Mitte der Überseite das Kommando übernehmen. Im letzten Bogen sprang sich die Duvaldestin-Stute um alle Chancen, und Baudron war anschließend klug beraten, nur genau so viel zuzulegen, dass er Terre d’Any unter gütiger Mithilfe der in Spur zwei fightenden Tamira d’Havaroche hinter sich bis zum Ziel verhaften konnte. Das erreichte die Bazire-Elevin mit allen Reserven, haarscharf von der durch Spur drei enorm widerstandsfähigen Tequila Cocktail distanziert, zwar nur als Dritte, durfte sich jedoch trotzdem das zweite Geld einstecken, weil die Vincenner Rennrichter die kaum sichtbaren Gangartschwächen der Coktail-Jet-Tochter zum Anlass nahmen, sie komplett per enquête aus der Rangliste zu kegeln. Auch hier wurde Return Moneys 2008 mit Franck Nivard aufgestellter Rekord von 1:14,7 verbessert, jedoch scheinen nicht nur nach dieser Messlatte, die für viele bekanntlich Schall und Rauch ist, die 2007 geborenen Traberjungs einen Tick stärker einzuordnen zu sein als die gleich alten Mädels.
Prix Roquépine (Gruppe II nat., dreij. Stuten)
2175 Meter Bänderstart o.Z., 110.000 Euro
1.         Texas Style    14,5            Louis Baudron            53
            3j.br. Stute von Goetmals Wood a.d. New York von In Love With You
            Be/Zü/Tr: Louis Baudron
2.         Terre d’Any 14,6            Jean-Michel Bazire            23       
3.         Tamira d’Havaroche            14,8            Eric Raffin   260
4.         Trinité des Vals            14,8            Franck Nivard 160     
5.         Tonia de Piencourt            14,8            Robert Chauvin            970     
6.         To America            15,0            Pierre Vercruysse            850     
            Téquila Berry               Stéphan Delasalle            320     
            Toscane Jab    dis.r.            Jean-Michel Baudouin            720     
            Téquila Cocktail            2.d.enqu.         Bernard Piton    83       
            Tolérance        dis.r.            Thierry Duvaldestin            38       
Sieg: 53; Richter: sicher 1 - (k.Kopf) - 1 - k.Kopf - ½ Länge; 10 liefen (NS Tabata)   
Wert: 55.000 - 27.500 - 14.300 - 6.600 - 3.300 - 2.200 (- 1.100) Euro