Adios Amor - aus der Pause auf Platz zwei
(mw) Färjestad, Montag, 8. März 2010. Eine auf den Tag genau fast halbjährige Auszeit beendete der einstige Berliner Seriensieger Adios Amor unter der Regie von Björn Goop mit einem sehr ansehnlichen Ehrenplatz. Im September 2008 von Peter Kwiet zu Olle Goop nach Kil überstellt, unterlag der nach wie vor in den Farben der Berlinerin Jolante Salomon laufende Pik-König-Sohn im Stayerlopp über 2660 Meter seinem Bandkameraden Pajazzo/Juhani Partanen lediglich um einen „Hals“ (beide 1:18,2) und konnte dafür 11.000 SEK als ersten Jahresverdienst einstreichen. Der Sieger erhielt 25.000 Kronen gutgeschrieben. Es war der 50. Start des auf dem Helenenhof geborenen Schwarzbraunen, der davon 21 mit einer Ehrenrunde beendete und inzwischen 311.200 SEK sein eigen nennt.
Recht ordentlich lief es für zwei- und vierbeinige Deutsche auch auf der ehemaligen Openstretch-Bahn von Halmstad. Den erfolgreichen „Aufreißer“ gab der nach dem Urlaub wieder ins Geschehen eingreifende Conny Lugauer gleich zum Auftakt, in dem er zwar in einem Rennen für dreijährige Stuten der früh ins Kommando ziehenden und mit vier Längen Vorsprung souverän siegenden Precisely/Michael Lönborg nie ans Leder konnte (18,2; 20.000 SEK), mit der Schwedin Havbergs Fifi jedoch Platz zwei und 10.000 SEK einstrich (18,8/2140m). Im sechsten Rennen langte es für Lugauer, der mit Wildgirl Boshoeve genau wie Höwings Kumpel/Stefan Söderkvist über die 1640m-Distanz eine Zulage wettzumachen hatte, hinter dem Landsmann, der als schnellstes Pferd des Rennens 1:14,9 zusammenbrachte (6.200 SEK), damit jedoch drei Erstbändler vor sich dulden musste, zu Platz fünf (15,1;  4.300 SEK). Für den nach Schweden weitergezogenen und nach langer Pause aufgebotenen Macadam Cowboy war Lugauer im Rennen der besten Tagesklasse als Catchdriver verpflichtet, vermochte jedoch dem mittlerweile zehnjährigen Franzosen nicht weiterzuhelfen, der als Achter (1:14,5) eintrudelte. Strahlender Sieger war Strong Boy DE, für den Programmnummer 1 auch im Rennen Programm war. Sofort in der Vorhand, zog der Echo-Sohn einsam seine Bahnen, als die Entscheidung anstand. Vier Längen betrug der Vorsprung für den von Joakim Lövgren vorbereiteten und auch vorgetragenen starken Jungen aus Deutschland, als der Zielrichter nach 1:13,9/2140m abwinkte. Der 15:10-Favorit erhielt für diesen etwas zügigeren Abendspaziergang 50.000 Kronen angeschrieben, Zweiter wurde Dan Widegrens Aushängeschild Tunk Nafets vor Finders Keepers/Åke Svanstedt (beide 1:14,4, 22.000 bzw. 12.000 SEK). Noch einmal wehte Schwarz-Rot-Gold ganz oben am Fahnenmast, und erneut war Lövgren der Strippenzieher. Friedrich Gentz’ Chillida hatte an ihrem jüngsten Erfolg nach einer ganzen Serie von Ehrenplätzen offenbar so viel Geschmack gefunden, dass sie sich 650 Meter vor Schluss eines Stolopps aus gesicherter Lage im Mittelfeld auf den weiten Marsch nach vorn machte, die vom Fleck weg führende Kolgjini-Elevin Rabane d’Atout zum einsamen Duell forderte und ihr nach hartem Kampf um einen „Kopf“ Platz eins und 40.000 SEK vor der Nase wegstiebitze (1:14,6 zu 1:14,7/1640m). Von soviel deutscher Power konnten Troubleshooter, Aprilliebe und Santa Barbara nur träumen. Der Drees-Traber, mit dem erneut Per Nordström unterwegs war, wurde nach frühem Fehler aussichtslos angehalten, die Kleemannsche Schimmelstute dirigierte Peter Untersteiner 700 Meter vor Schluss aus dem Mittelfeld auf Angriffsposition, rückte mit ihr im Schlussbogen bis auf Rang vier,hatte damit für die Entscheidung das Pulver aber schon verschossen und musste zwei Plätze wieder hergeben (VI.; 3.000 SEK). Die Ende zweijährig nach Schweden veräußerte Santa Barbara konnte in einem Lärlingslopp mit Magnus Fagerberg nur unwesentlich mehr reißen und belegte Platz fünf (4.300 SEK).