Iffezheim mit Umstrukturierungen
Die Saison 2008 war auch für den Internationalen Club in Iffezheim mit enormen Umsatzeinbußen verbunden. Ohnehin ist die wirtschaftliche Situation an der Oos alles andere als einfach. Daher leitet der Veranstalter nun Schritte ein, wie er in einer Pressemitteilung, die uns am Donnerstag erreichte, ankündigt, diese aber noch nicht konkret benennt.

Wir zitieren im Folgenden: „Vor dem Hintergrund der weiterhin ungeklärten Gesamtsituation des Galopprennsports in Deutschland mit gravierenden Auswirkungen auf den Rennbetrieb in Iffezheim hat der Internationale Club als Veranstalter der Internationalen Galopprennen Baden-Baden/Iffezheim Umstrukturierungsmaßnahmen eingeleitet.

Gründe sind die im Rahmen der Strukturreform des Gesamtrennsports ungeklärte Vertragssituation zwischen dem Galoppverband und den deutschen Buchmachern sowie einem Finanzinvestor mit weitgehenden wirtschaftlichen Folgen. Die drei Meetings im Jubiläumsjahr 2008 brachten einen Rückgang der Wetteinnahmen um 15 Prozent.

Insbesondere der Außenanteil, also derjenigen Wetten, die nicht auf der Bahn getätigt werden, brach um mehr als 24 Prozent ein.
Die im Rechteabtretungsvertrag für die Bildrechte ausgehandelten Ausgleichszahlungen an die Rennvereine für die Außenwett-Verluste erfolgen derzeit nicht.

Außerdem ist die Generierung von Kostensynergien bei den Rennvereinen durch eine beschlossene sinnvolle Zentralisierung von Aufgabenstellungen in der Dienstleistungsgesellschaft des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen (DVR) nicht umgesetzt worden. Die für die Rennvereine dringend erforderliche Strukturreform des DVR für den deutschen Galopprennsport ist insofern noch nicht abgeschlossen.

Vor dieser Gesamtsituation sehen sich Vorstand und Geschäftsführung des Internationalen Clubs gezwungen zu handeln, um mit allen Beteiligten eine tragfähige Basis für die Durchführung der renommierten Galopprennen von Baden-Baden auch für die Zukunft sicherzustellen. Wolfgang Stüber, Geschäftsführer des Internationalen Clubs: „Wir mussten jetzt handeln, bevor kein Handlungsspielraum mehr vorhanden gewesen wäre.“